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Wenn man den Namen Erzherzog Johann hört, denkt man sofort an Anna Plochl – seine große Liebe. Doch der Prinz wurde nicht nur durch diese Liebesgeschichte berühmt. Er war ein Vorreiter, ein Mensch mit Visionen und Ideen. Für Vordernberg war der Prinz ein unschätzbarer Gewinn – ein Visionär, Förderer und Wegbereiter für Modernisierungen.Die heute weltweit bekannte und geschätzte Montanuniversität wurde von ihm in Vordernberg gegründet.Zu seinen Zeiten waren Reichtum und Wohlstand in Vordernberg kein Thema – sogar die Grundstückspreise waren im 19. Jahrhundert in dem kleinen Bergbauort höher als in den Städten Graz und Wien.Unter seiner Führung erreichte das Eisenwesen seine Hochblüte. Seine Denkweise, dass nur gut ausgebildete Bergleute bestmögliche Arbeit leisten können, brachte einen deutlichen Aufschwung.


> Auf einen Blick


Montanhistorisches Zentrum und Sportoase Alles rund um Vordernberg und seine Sehenswürdigkeiten


Vordernberg vom Bergbau zum Wintersport

In Vordernberg begegnet man der Geschichte auf Schritt und Tritt. Dem ehemaligen Bergbauort sieht man den ehemaligen Reichtum, den die Radmeister mit dem Eisenhandel erworben hatten an.
Mitten auf dem Marktplatz begrüßt der mittelalterliche Marktbrunnen den bewundernden Betrachter des Platzes. Da kann sich das Auge nicht sattsehen: Gleich hinter dem Brunnen lacht in sattem Orange das ehemalige Radwerk IV hervor – ein ehemaliger Holzkohlehochofen und davor lässt eine Dampflokomotive das Herz eines jeden Eisenbahnfans höher schlagen. Vordernberg hat unendlich viel zu erzählen. Das Eisenwesen hat die ganze Welt ins Vordernbergertal gebracht. Die Radmeister residierten in herrschaftlichen Häusern und sogar Erzherzog Johann kaufte sich mit dem Meranhaus in Vordernberg ein. In Vordernberg steht die Wiege der Montanuniversität Leoben und heute noch darf man stolz auf die industrielle Entwicklung und die Bedeutung des Bergbauortes sein. Touristisch punktet der Ort heute mit der Aufbereitung seiner Schätze: Radwerk VI, Lehrfrischhütte, Erzbergbahn, Raithaus etc. Pioniere gabs in Vordernberg schon immer – und so kam auch der Schisport sehr früh in die Region.
Das Schifahren hat Erzherzog Johann nicht mehr kennengelernt. Schade für ihn- mit dem Präbichl und dem Schigebiet hätte er sicher auch große Freude gehabt. Wenn er könnte, würde er sicher zurückkommen und auch einmal die Pisten am Polster und im Grübl hinunterbrausen. Nun sind es die Sportler, die in die Region kommen und sich dem Pistenvergnügen verschrieben haben.




"Wo i geh und steh, tut mir mein Herz so weh ..."

Der Erzherzog Johann Jodler verrät uns heute noch die innige Liebe des Prinzen zum Steirerland und den Menschen der Region.



Impressionen Bilder von Vordernberg



Hochblüte der Eisenerzeugung Superlativen in Bergbau -und Verhüttungstechnik

Blickt man auf die Geschichte von Vordernberg zurück, so gerät man ins Schwärmen. Eine Zeitmaschine würde man brauchen, um in diesen pulsierenden Ort der Eisenerzeugung einzutauchen. Die vielen Baudenkmäler erzählen uns heute noch viel von dieser unbeschreiblichen Hochblüte des Eisenwesens.

Die Lieferung des Eisenerzes über den Präbichl nach Vordernberg war von jeher sehr schwierig und hart. Während auf der Eisenerzer Seite das Erz einfach über einen Schrägaufzug hinab befördert werden konnte, musste man es auf der Vordernberger Seite auf einer längeren Strecke mit Pferdekarren oder per Sackziehen (mit Hilfe einer Art hölzernen Sackrodel) befördern. Deswegen beauftragte Erzherzog Johann seinen Schwager, Johann Dulnig mit dem Bau einer Transportstrecke mit Schrägaufzügen, Horizontaltrassen und Erzbunkern. In 14 Radwerken wurde dann das kostbare Eisen aus dem Eisenerz gewonnen. Herzog Friedrich der Schöne verlieh Leoben das „Verlagsrecht für Eisen“, was bedeutete, dass alles Roheisen nach Leoben abgeliefert werden musste. Die Wertschöpfung aus dem Roheisen musste also mit den Leobner Bürgern geteilt werden. Diese verkauften das erworbene Eisen an die Hammergewerken weiter. Aus dem über Leoben vertriebenen Vordernberger Roheisen entstanden in den Schmieden und Hammerwerken der Täler des steirischen Oberlandes Sensen, Waffen, Geräte, Nägel, Blech und Draht.

Mit der Einstellung des letzten Holzkohleofens (Radwerk XIV) im Jahre 1922 ging die ruhmreiche Eisenindustrie Vordernbergs zu Ende.